Lyrik: Vergessen ist eine großartige Sache, solange man sich selbst belügt

Titelbild

Ich misse dich
verzankt im fahlen Mond.
Da ich dich nicht haben kann,
wie ein Fischer sein gefülltes Netz,
kehre ich heim.
Müd und zernässt.
Aus dem Sturme der salzigen See.
Muskelsschwach.
Zum Beweis der erhitzten Röte
meiner Gedanken
an dich,
jäte ich Unkraut
im Garten vor dem Strand.
Bemale Stuhllehnen schneebeerenweiß.
Bereite würzig' Tee in der Karaffe.
Und trockne Kräuter vor deinem Gemach.

Ich werde dich nicht lassen.
Lieber zerbreche ich.
Ertrinke ich.
Bekomme ich die Pest.
Als
dich,
gemein mit dem Orkan,
der Vergessenheit
zu schenken.

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