Zu Beginn des Films ist die Welt des Automechanikers, der ab und zu mal als Stuntman oder Chauffeur für Einbrecher arbeitet, noch verträumt in Ordnung und als er auf seine echt süße Nachbarin Irene (Carey Mulligan) trifft, schmelze ich in dem viel verwendeten, goldenen Licht der Abendsonne regelrecht vom Sitz. Der ergreifende Soundtrack umrahmt das Ganze vortrefflich und ohne viele Worte wird die junge Liebe zwischen den beiden erzählt.
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Wenn er schüchtern grinsend seinen Blick von ihrem verschmitzten Lächeln abwenden muss, fällt es mir schwer, mich dieser Romanze zu entziehen. Sogar der Sohnemann von Irene findet den Nachbarn gut und so ergibt eins das andere.
Leider gibt es keine Gelegenheit diese Sache zu vertiefen, denn gerade als es ein bisschen kuscheliger wird, kommt Standard, gespielt von Oscar Isaac, wieder aus dem Gefängnis. Standard ist Irenes eifersüchtiger Mann, der überaus glücklich ist, dass seine Frau noch bei ihm ist und auch nicht vor hatte, seine kleine Familie zu verlassen. Er bringt jedoch mehr als nur sein schlechtes Gewissen über vergangene Missetaten mit aus dem Knast. Als unser geheimnissvoller Rennfahrer in spe von dessen finanziellen Problemen erfährt, beschließt er, Standard zu helfen. Denn zweifellos ist er der beste Fahrer der Stadt.
Gesagt, getan. Nach Absprache mit Cook, dem Zwischenhändler, gehen der Fahrer, Standard und eine Komplizin, die auch für Cook arbeitet, auf Raubzug. Doch dieser läuft gründlich schief und
endet mit dem unerwarteten Ableben von Standard. Die anderen beiden fliehen, dank gekonnter Fahrpraxis, vor dem Tod. Ab jetzt ändern sich die Gegebenheiten rasend schnell und der zuvor eher ruhige, zurückhaltende und höfliche Hauptdarsteller lässt angesichts der drohenden Gefahr seinen Killerinstinkten freien Lauf. Den Angreifern geht es ums Geld und das machen sie auch mit aller Härte klar. Doch wem gehört es und warum gehen diese Männer mit so unerbittlicher Brutalität gegen den jungen Burschen vor? Der Fahrer sieht sich mit dem Rücken zur Wand und will um alles in der Welt das einzige, was ihm lieb und teuer ist, schützen: Irene und ihren Sohn. Dafür geht er über Leichen und er macht das außerordentlich gut und gründlich. Bis zum Showdown auf einem Restaurant-Parkplatz wird viel, viel, viel Blut vergossen.
Fazit: Trotz erbarmungsloser Brutalität birgt diese Buchverfilmung einen unglaublich sanften und sensiblen Kern. Denn der junge, mysteriöse Held ohne Namen (Ryan Gosling) wirkt durch seine unaufdringliche, freundliche Art so friedliebend, dass ich ab der Rückkehr von Irenes Mann gerne die Zeit für ihn zurück gedreht hätte. Mit einem wahnsinnig fesselnden Soundtrack werden die vielen wortlosen Momente, in denen man einfach nur die Darsteller beim Darstellen sieht, wundervoll untermalt. Der Film kommt ohne größere Computer-Kulisse aus und es gibt viele Einstellungen, in denen wirklich nur der Fahrer beim Fahren, und nicht das Fahrzeug im Mittelpunkt steht.
Und was die Jacke des Fahrers angeht, übertreibe ich nicht wenn ich behaupte: 'Das ist keine Jacke, das ist eine Revolution!' (;
College feat. Electric Youth - A Real Hero by College
#Sneak Preview mit Ina Blaubeer:
Ina Blaubeer
#Bild(er):
universumfilm.medianetworx.de
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