Unter den Themen Wohnen und Leben in Berlin, finden sich Texte, die amüsieren, erschrecken und Gedanken ankurbeln. Meckernd, gemein, kryptisch, persönlich, lustig und anekdotisch wird die ideologische Überzeugung der Gruppe als libertäre und werbefreie Veranstaltung präsentiert. Ohne Anfangsgebet gegen Sinnlose Arbeit geht gar nix. Das ist so überhaupt eine Grundlage der Surfpoeten; im Zeitalter des Reichtums in unserem Land ist Arbeit meist unsinnig, überflüssig und vergeudete Zeit. Deshalb also: Gegen die Arbeit und Geld für alle. Dann noch eine Portion Weltfrieden und das Ziel ist erreicht.
Der Politische Anspruch setzt die Interaktion zwischen Publikum und Poeten voraus. Der Abend ist ein Erfolg wenn der Text verinnerlicht wird und zum Nachdenken anregt. Wenn es einfach funktioniert, und Konzentration sich mit Mitgefühl und Verständnis vermischt. Dann kommt Freude auf und zur Belohnung gibt es dann noch eine Runde Applaus.
Ohne politischen Anspruch keine Surfpoeten. Und dabei ist die Gruppe kein festes Arrangement. Frühere Mitglieder nehmen sich eine Auszeit und Neue kommen dazu. So kann sich das Angebot, die Kreativität und Veranstaltungsidee unendlich erweitern und die Gemeinschaft immer wieder erneuern und gewinnt an Flexibilität and Transformationsvermögen. So wie die Töne des Plattenreiters Lt. Surf, vielfältig, mal hier mal dort und immer wieder überraschend. Er freut sich seiner Musik, und wir freuten uns mit.
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